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Gebührenprognoseverfahren

Sinkende Bevölkerungszahlen, ein Rückgang des Wasserverbrauchs und damit auch des Schmutzwasseranfalls und die hohen Fixkosten in der Siedlungsentwässerung drohen die Gebühren entsprechend zu erhöhen. Annähernd gleichbleibende Kosten für die bestehende Infrastruktur müssen auf weniger Köpfe verteilt werden. Zur Bewertung dieses Demografieeffektes (sinkende Bevölkerungsanzahl) aber auch des Spareffektes (sinkender Wasserverbrauch) wurde im Rahmen des DEMOWAS-Projektes ein Gebührenprognoseverfahren entwicklet, das die Auuswirkungen des demografischen Wandels aufzeight und Vergleiche mit anderen Gebührentreibern ermöglicht. Sind auch Sie an einer Gebührenprognose interessiert Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Sie uns. Einen Flyer zum Gebührenprognoseverfahren finden Sie hier.



DESTATIS: Modellhaushalt zahlt 441 Euro für Wasser und Abwasser im Jahr 2010 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Martin Nowack   
Donnerstag, den 05. Mai 2011 um 11:03 Uhr

Pressemitteilung Pressemitteilung Nr.170 vom 29.04.2011 des Statistischen Bundesamtes

 

WIESBADEN – Für seine Wasser- und Abwasserrechnung zahlte ein Modellhaushalt mit einem jährlichen Wasserverbrauch von 80 Kubikmetern im Jahr 2010 im Bundesdurchschnitt 440,99 Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mit Blick auf die am 2. Mai 2011 beginnende Messe „Wasser Berlin International“ weiter mitteilt, entspricht dies einem Betrag von 1,21 Euro pro Tag. Gegenüber 2009 sind die jährlichen Kosten um 8,78 Euro oder 2% angestiegen.
 
197,60 Euro der kombinierten Wasserkosten entfielen im Jahr 2010 auf die Trinkwasserrechnung, die Abwasserkosten lagen bei 243,39 Euro. Grundlage der Modellrechnung ist ein Wasserverbrauch von 80 Kubikmetern und eine versiegelte Fläche von 80 Quadratmetern, was in etwa der Situation eines Zwei-Personen-Haushalts mit Hauseigentum entspricht.

Für die Lieferung eines Kubikmeters Trinkwasser zahlten die Haushalte in Deutschland durchschnittlich 1,65 Euro. Zusätzlich zu diesem mengenbezogenen Entgelt stellten die Wasserversorger in circa 98% der Gemeinden für die Lieferung von Trinkwasser eine Grundgebühr von durchschnittlich 65,60 Euro pro Jahr in Rechnung.

Die Abwasserrechnung enthält neben dem Abwasserentgelt von 2,36 Euro pro Kubikmeter eine durchschnittliche jährliche Grundgebühr von 15,39 Euro. Häufig kommt auch ein flächenbezogenes Entgelt für Niederschlagswasser hinzu – dieses bemisst sich in der Regel nach der versiegelten Fläche, für die im Mittel 0,49 Euro pro Quadratmeter berechnet werden.

Die Wasser- und Abwasserentgelte weichen in den einzelnen Bundesländern teilweise erheblich vom Bundesdurchschnitt ab. So fallen für einen Modellhaushalt in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt Trinkwasser- und Abwasserkosten von mehr als 550 Euro pro Jahr an, während er im günstigsten Bundesland Bayern im Durchschnitt nur 324,26 Euro zahlen muss. Neben topografischen und geologischen Verhältnissen beeinflussen zum Beispiel die Siedlungsstruktur, die gewählte Bezugsfläche für das Niederschlagswasserentgelt und die Erneuerungsrate der Trinkwasser- und Abwasser­netze die Preise für die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung.

Die Statistik über Trinkwasser- und Abwasserpreise in Deutschland beruht auf Angaben aus allen Gemeinden in Deutschland. Erfasst wurden ausschließlich Preise für haushaltsübliche Mengen. Einmalzahlungen, die unter anderem bei einem Neuanschluss anfallen, wurden nicht berücksichtigt.
 

Trinkwasser- und Abwasserentgelte in Deutschland am 01. Januar 2010
Bund
-----
Land
Trinkwasserentgelt Abwasserentgelt Durchschnittliche Trinkwasser- und Abwasserkosten(2)
je Kubikmeter Grundgebühr/Jahr je Kubikmeter (1) Grundgebühr/Jahr Niederschlagswasserentgelt je Quadratmeter versiegelter oder sonstiger Fläche/Jahr
Euro (brutto)
(1) Bezogen auf den Frischwasserbezug.
(2) Kosten für einen Modellhaushalt mit 80 Kubikmetern Wasserverbrauch und einer versiegelten Fläche von 80 Quadratmetern.
Deutschland 1,65 65,60 2,36 15,39 0,49 440,99
Baden-Württemberg 1,91 30,18 2,25 1,82 0,11 373,60
Bayern 1,38 38,84 1,81 8,62 0,27 324,26
Berlin 2,17 17,12 2,46 16,00 1,90 555,52
Brandenburg 1,53 78,15 3,34 66,42 0,33 560,57
Bremen 1,98 28,57 2,98 425,37
Hamburg 1,57 57,14  2,67 396,34
Hessen 1,99 31,82  2,66 1,98 0,35 433,80
Mecklenburg-Vorpommern 1,59 83,46 2,69 69,43 0,26 516,09
Niedersachsen 1,21 48,95  2,29  10,40 0,25 359,35
Nordrhein-Westfalen 1,63 111,29 2,46 3,73 0,92 515,82
Rheinland-Pfalz 1,61 67,02  1,97 6,79 0,42 393,81
Saarland 1,84 79,42 3,23  3,06 0,58 534,48
Sachsen 1,91 123,13 2,50 59,18 0,55 579,11
Sachsen-Anhalt 1,61 101,10 3,15 60,79 0,59 589,89
Schleswig-Holstein 1,35 37,40  2,10  37,80 0,26 372,00
Thüringen 1,98 114,94  2,19 50,61 0,25 519,15



Weitere Ergebnisse zu Trinkwasser- und Abwasserentgelten für die Jahre 2005 bis 2010 gegliedert nach Bundesländern sowie zusätzliche Hintergrundinformationen finden sich auf den Internetseiten des Statistischen Bundesamtes.

Folgende Statistische Landesämter haben die Ergebnisse zu den Trinkwasser- und Abwasserentgelten bis zur Gemeindeebene in ihrem Internetangebot veröffentlicht: Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 21. Mai 2011 um 12:04 Uhr
 
IÖR: Kostenbewertung bei Bevölkerungsrückgang PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Martin Nowack   
Sonntag, den 30. Januar 2011 um 12:32 Uhr

alt"Rückläufige Bevölkerungszahlen und Siedlungsflächenwachstum führen zu steigenden Kosten für leitungsgebundene Infrastrukturen. Dies gilt besonders für die Abwasserentsorgung, die in Deutschland überwiegend über die öffentliche Kanalisation erfolgt. Bei Neuerschließung können im Falle geringer Siedlungsdichten dezentrale Abwassersysteme Kostenvorteile gegenüber zentralen Systemen aufweisen. Lassen sich aber durch Dezentralisierung auch Kosten im bereits erschlossenen, von Schrumpfung betroffenen, Siedlungsbestand reduzieren? Um hierauf Antworten zu geben, werden Kosten der Transformation zentraler Abwassersysteme hin zu stärker dezentral angelegten Strukturen berechnet. Am Beispiel eines realen Abwasser-Entsorgungsgebietes wird ein Verfahren entwickelt, das eine Kostenbewertung der schrittweisen Dezentralisierung technischer Abwassersysteme ermöglicht."

 

IÖR Schriften Band 51


Autor: Georg Schiller
Herausgeber: Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung: www.ioer.de
ISBN:         978-3-941216-70-9
Seiten:       256
Preis:         45,80 €
erschienen:   Dezember 2010


Bestellung über:

 

Rhombos-Verlag
Fachverlag für Forschung, Wissenschaft und Politik
Kurfürstenstr. 17
10785 Berlin
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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 30. Mai 2011 um 12:36 Uhr
 
Artikel zu den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Abwassergebühren erschienen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Martin Nowack   
Mittwoch, den 24. November 2010 um 16:57 Uhr

Der Artikel "Der demografische Wandel als Gebührentreiber in der Siedlungsentwässerung: Ein Vergleich des Demografieeffektes mit Spar-, Betriebskosten-, Kapitalkosten- und Industrieffekten" von Martin Nowack, Sebastian John, Jens Tränckner und Edeltraud Günther ist soeben in der Zeitschrift gwf Wassser/Abwasser 11/2010 S. 1076-1085 erschienen. Hier können Sie exklusiv den Artikel im Volltext herunterladen.

 

 

alt

Abstract:

Der demografische Wandel in Form einer sinkenden Bevölkerungszahl (Demografieeffekt) und eines rückläufigen Abwasseranfalls (Spareffekt) stellt die Abwasserentsorger, neben technischen Aspekten, auch vor eine wirtschaftliche Herausforderung. Die langlebige und kapitalintensive Infrastruktur kann nur in begrenztem Maße an den demografischen Wandel angepasst werden. Der hohe Fixkostenanteil von 75 – 85 %, der auf weniger Einwohner umgelegt werden muss, droht die Gebühren entsprechend zu erhöhen.

 

Dieser Beitrag untersucht anhand von drei Fallstudien, wie stark die Abwasserentsorger vom demografischen Wandel betroffen sind und wie sich die Gebührenbelastung der Haushalte aufgrund des demografischen Wandels zu erhöhen droht. Neben der Untersuchung der rückläufigen Bevölkerungsanzahl (Demografieeffekt) werden die Auswirkungen eines rückläufigen häuslichen Schmutzwasseranfalls (Spareffekt) und Veränderungen des industriellen Schmutzwasseranfalls (Industrieeffekt) sowie die Entwicklung der Betriebs- und Kapitalkosten miteinander verglichen, um die wesentlichen Gebührentreiber zu identifizieren.

 

Schlagworte:

Demografischer Wandel, Abwasser, Gebühr, Prognose, Fixkosten

Demographic change, wastewater, fee, prediction, fix costs

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 20. Mai 2011 um 09:10 Uhr
 
Vortrag beim DVGW PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Martin Nowack   
Samstag, den 02. Oktober 2010 um 10:10 Uhr

Auf Einladung des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) stellte Sebastian John das Gebührenprognoseverfahren auf dem Treffen der Geschäftsführer der Bezirksgruppe Cottbus in Königs-Wusterhausen vor.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 20. Mai 2011 um 09:11 Uhr
 
Vortrag beim Gubener Wasser- und Abwasserzweckverband PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Martin Nowack   
Mittwoch, den 15. September 2010 um 10:32 Uhr

Das im DEMOWAS-Projekt entwickelte Gebührenprognoseverfahren hat Martin Nowack auf der Vorstandssitzung des Gubener Wasser- und Abwasserzeckverbandes vorgestellt. Diskutiert wurden am 15.09.2010 neben den Vorteilen eines strategischen Gebührencontrollings auch die Übertragbarkeit auf andere kommunale Dienstleistungen und die Wasserversorgung. Den Vortrag finden Sie hier.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 20. Mai 2011 um 09:11 Uhr
 
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