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UBA-Endbericht Ressourceneffiziente Abwasserinfrastruktur erschienen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Martin Nowack   
Sonntag, den 20. Juni 2010 um 09:16 Uhr

Der Abschlussbericht des UBA-Projektes "Demografischer Wandel als Herausforderung für die Sicherung und Entwicklung einer kosten- und ressourceneffizienten Abwasserinfrastruktur"

 

von
Thomas Hillenbrand, Jutta Niederste-Hollenberg, Eve Menger-Krug, Stefan Klug, Robert Holländer, Sabine Lautenschläger, Stefan Geyler

ist veröffentlicht worden. Die Berichte stehen auf der UBA-Website zum Download bereit.

 

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Texte Nr. 36/2010
UBA-FBNr: 001386
Förderkennzeichen: 3708 16 305 2010 Umweltbundesamt

 

Abstract: "Der demografische Wandel wird in Deutschland insgesamt zu einem deutlichen Rückgang der Bevölkerungszahlen führen, kann jedoch regional bzw. lokal sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Sowohl eine Zunahme als auch eine drastische Abnahme der Bevölkerungszahlen sind voraussehbar. Für die raumbezogenen technischen Infrastrukturen wie Wasser, Abwasser oder Energie ergibt sich daraus  ein  evtl.  deutlicher  Anpassungsbedarf.  Aufgrund  der  sehr  langen  Nutzungsdauer  wichtiger Komponenten konventioneller Abwasserinfrastruktursysteme (Kanäle bis zu 100 Jahre), verbunden mit  hohen  Investitions-  und  Unterhaltungskosten,  sind  weit  vorausschauende  Planungen  und  die langfristige Berücksichtigung aller sich verändernden Umfeldbedingungen notwendig. Die systematische  Analyse  der  Auswirkungen  des  demografischen  Wandels  auf  die  Abwasserinfrastruktur  zeigt die  besondere  Relevanz der  ökonomischen  Auswirkungen:  abnehmende  Einwohnerzahlen bei  hohen Fixkostenanteilen bedeuten höhere spezifische Belastungen für den einzelnen Nutzer. Die beschriebenen Lösungsansätze  können zum  einen  helfen,  den  je nach den  lokalen  Bedingungen zu erwartenden, betrieblichen Probleme zu begegnen, zum anderen zeigen sie innovative technische Nutzungen  vorhandener  Systemkomponenten  sowie  übergreifende  organisatorische  Ansätze  auf. Zusätzlich  werden  alternative  Organisationsmodelle  für  die  Umsetzung  dezentraler  Konzepte  beschrieben. Die mit der Zielsetzung einer möglichst hohen Ressourceneffizienz (Energie, Wertstoffe) und  unter  Berücksichtigung  weiterer  sich  wandelnder  Einflussgrößen  in  den  letzten  Jahren  entwickelten Abwasserinfrastruktursysteme werden dargestellt.
Die  erarbeiteten  Handlungsempfehlungen  richten  sich  vor  allem  an  die  Abwasserentsorger  und Kommunen als die lokal verantwortlichen Akteure. Ihr Ziel muss es sein, sich frühzeitig auf die evtl. stattfindenden Veränderungen einzustellen, Stadtentwicklung und Unternehmensstrategie aufeinan der  abzustimmen  und  eine  langfristig  orientierte,  an  die  sich  verändernden  Rahmenbedingungen angepasste Investitionsplanung durchzuführen. Darüberhinaus sind wichtige Randbedingungen über das  Umfeld  zu  beeinflussen.  Dazu  zählen  Maßnahmen  zur  Raumordnung,  Fördermaßnahmen  für Infrastrukturmaßnahmen, Anpassungen im rechtlichen Umfeld sowie unterstützende Forschungsaktivitäten."

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 20. Mai 2011 um 09:32 Uhr