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Geschrieben von: Martin Nowack   
Dienstag, den 06. Juli 2010 um 12:19 Uhr

Der demografische Wandel stellt die Unternehmen der Siedlungsentwässerung vor große Herausforderungen. Insbesondere die Abnahme der Bevölkerungszahl führt zum einen zu Überkapazitäten und zum anderen zu einem Wegbrechen der Tarifeinnahmen der Abwasserdienstleister. Größtenteils wurde die Abwasserinfrastruktur in Ostdeutschland nach der Wende mit zum Teil erheblichem finanziellen Aufwand und für „blühende Landschaften“, d.h. für steigende Bevölkerungszahlen errichtet. Nun sehen sich die Abwasserentsorger mit drastisch sinkenden Bevölkerungszahlen konfrontiert. Während Ballungszentren wie Leipzig und Dresden ein geringes Wachstum aufweisen, muss Hoyerswerda mit einem Bevölkerungsrückgang von mehr als 32% bis zum Jahr 2020 im Vergleich zum Jahr 2005 rechnen. Dieser Entwicklung steht ein Infrastruktursystem gegenüber, dass nur sehr unflexibel auf den sinkenden Abwasseranfall reagieren kann. Während Kläranlagen eine Lebensdauer von ca. 30-50 Jahren haben, werden Kanäle zum Teil bis zu 150 Jahren betrieben.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 20. Mai 2011 um 09:09 Uhr